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Unter
dem Begriff Peak-Oil versteht man den Zeitpunkt, an dem die
globale Erdölförderung ihren Höhepunkt erreicht
hat.
Wichtig ist: Peak-Oil bedeutet also nicht,
dass der Welt von heute auf morgen das Öl ausgeht, sondern
dass die globale Förderung kontinuierlich abnehmen wird.
Eine unmittelbare Folge würden (dramatisch?) steigende
Preise sein, da die vorhandene Nachfrage durch das dann sinkende
Angebot nicht mehr in dem Maße befriedigt werden könnte,
wie es erforderlich wäre.
Etwas problematisch ist, dass man den genauen Zeitpunkt von
Peak-Oil erst im nachhinein erkennen kann. Laut aktueller
Prognosen führender Geologen soll das weltweite Produktionsmaximum
zwischen 2008 und 2015 liegen.
Die Liste der Länder, die ihr Peak-Oil bereits hatten,
ist lang. So zählen hierzu neben den USA (1970)
auch andere große Fördernationen wie der Iran (1978),
Russland (1980), die GUS (1988),
Großbritannien (1999) oder Norwegen (2000). Zudem scheint
vieles darauf hinzudeuten, dass aktuell bereits alle Nicht-OPEC-Förderländer
ihr Produktionsmaximum erreicht haben.
Ölkrisen
Die großen Ölkrisen von 1973, 1980
und 1999/2004 fielen interessanterweise immer genau mit den
Zeit-punkten zusammen, als wichtige Ölförderländer
ihre Maximalförderung überschritten hatten. Und
so ist es sehr wahrscheinlich, dass es die letzte Ölkrise
genau dann gibt, wenn die OPEC (und damit die ganze Welt)
ihr Produktionsmaximum hatte.
Wann gibt es kein Öl mehr?
Aus dem Bisherigen ergibt sich nun eine sehr
wichtige Konsequenz. Nicht die kindliche Frage „Wann
gibt es kein Öl mehr?“ ist entscheidend, sondern: „Wann
ist der Punkt erreicht, an dem die weltweite
Produktion nicht mehr gesteigert werden kann oder die geförderte
Menge nicht mehr ausreicht, um die Nachfrage im gewünschtem
Maße zu befriedigen?“
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